Nachrichten aus dem Süden

16.11.2018 Zwei Königsbrunner Lebensretter

Für ihren Einsatz als Lebensretter wurden die beiden Königsbrunner Andreas Getz und Constantin Kokoran von 1. Bürgermeister Franz Feigl mit einer Anerkennungs-Urkunde und der limitierten Jubiläumsuhr der Stadt Königsbrunn geehrt: Sie haben im Sommer eine 77-jährige Frau vor dem Ertrinken gerettet.
Es war herrliches Wetter, am 5. Juni diesen Jahres. Nur wenige Badegäste waren an diesem späten Dienstagvormittag am Ilsesee und genossen die Sonne und das Wasser. Unter ihnen waren die beiden Freunde und ehemaligen Nachbarn Andreas Getz und Constantin Kokoran. Andreas Getz war bereits im Wasser, als Constantin Kokoran ganz leise Hilferufe hörte, die er anfangs nicht zuordnen konnte. Auch kein anderer der Badegäste hatte offensichtlich etwas bemerkt. Aber dann entdeckte der 46-Jährige in der Mitte des Sees plötzlich eine Person, die sich panisch bewegte und ganz offenbar in Lebensgefahr war. Gemeinsam mit Andreas Getz schwamm er sofort los. Anfangs sahen sie noch, wie die Frau versuchte, sich über Wasser zu halten, doch als sie noch etwa 20 Meter entfernt waren, hatten sie bereits alle Kräfte verlassen: Sie trieb mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Die beiden Männer drehten die bewusstlose Frau um und zogen sie mit vereinten Kräften rund 250 Meter zurück an Land – für Constantin Kokoran eine „gefühlte Ewigkeit“.
Der 39-jährige Andreas Getz, der zufälligerweise von Beruf Meister für Bäderbetriebe in Schwabmünchen ist, übernahm am Ufer professionell die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst eintraf und die Verunglückte stabilisierte. Sie wurde sofort auf die Intensivstation des Zentralklinikums gebracht. Auslöser für den Schwächeanfall im Wasser waren wohl Herzprobleme der Seniorin, die an dem Tag zum ersten Mal in diesem Jahr zum Schwimmen gegangen war. Mit ihrer Familie haben sich die beiden Retter um sie gesorgt, die 77-jährige Bobingerin sogar im Krankenhaus besucht. Und die Freude war mehr als groß, als sie erfuhren, dass es ihr nach dem Krankenhausaufenthalt und einer Reha wieder gut geht.
Die Tochter der Geretteten, die unendlich dankbar ist, dass sie ihre Mutter an diesem Tag nicht verloren hat, schlug die beiden Männer für die Christophorus-Medaille vor. Die Verleihung wurde jedoch von der Regierung von Schwaben abgelehnt, da in diesem Fall die hierfür festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt waren. So wandte sie sich an den Königsbrunner Bürgermeister und bat ihn um eine Würdigung der beiden Lebensretter – ein Anliegen, das nicht nur der Familie der Seniorin am Herzen lag, sondern auch von Franz Feigl sofort aufgegriffen wurde. Er sprach Andreas Getz und Constantin Kokoran im Namen der Stadt seine höchste Anerkennung und seinen Respekt aus: „Menschen wie Sie, die nicht wegschauen, wenn andere in Not sind, machen unsere Gesellschaft lebenswert und mitmenschlich.“

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