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Gundremmingen: AKW hat immer wieder Probleme – Deisenhofer fordert Aufklärung

Die in den letzten Tagen zu Ende gegangene Revision bei Block C des Atomkraftwerks (AKW) Gundremmingen hat erneut undichte Brennelemente zu Tage gefördert. Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine notorische Schwachstelle, die der Betreiber RWE seit Jahren nicht in den Griff bekommt.

„Die ungewöhnliche Häufung undichter Brennelemente in Gundremmingen zeigt uns, dass der AKW-Betreiber entweder immer noch keine Lösung gefunden hat oder die vorhandenen Probleme einfach ignoriert“, erklärt der Grüne Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer. „Bei einem Siedewasserreaktor wie dem in Gundremmingen sind undichte Brennelemente keine Bagatelle, weil damit die Radioaktivität über den Hauptkühlkreislauf vom Reaktor hinaus ins Maschinenhaus gelangt.“

Unverständlich sei aber auch das Verhalten der bayerischen Atomaufsichtsbehörde. Schließlich wisse auch das Bayerische Umweltministerium seit Jahren von diesen Vorfällen. „Mir ist nicht klar, ob oder in welcher Weise das Umweltministerium bisher den Betreiber angehalten hat, das Problem aus der Welt zu schaffen. Effektiv bewirkt hat es augenscheinlich bisher nichts“, so Deisenhofer weiter. „Es wird allerhöchste Zeit, dass sich der neue Umweltminister auch um seine Atomabteilung kümmert. Wir wollen, dass Thorsten Glauber in den letzten zweieinhalb Jahren, die der Reaktor noch läuft, genauer hinschaut.“

Um die Öffentlichkeit über die jüngste Pannenserie in Gundremmingen aufzuklären, hat Deisenhofer eine Schriftliche Anfrage an das Bayerische Umweltministerium gerichtet.

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