Sport im Süden

17.12.2018 Eishockey Bayernliga: Niederlage für Königsbrunn

Mit 3:6 verliert der EHC Königsbrunn sein Auswärtsspiel bei den Erdinger „Gladiators“. Dabei konnten nur Torhüter Donatas Žukovas und Neuzugang Aleks Polaczek überzeugen, vor allem im eigenen Drittel leisteten sich die Brunnenstädter zu viele Fehler.
EHC-Coach Fabio Carciola musste heute mit einer Rumpfabwehr antreten, neben dem langzeitverletzten Leistungsträger Matthias Forster meldete sich vor dem Spiel auch Luka Gottwald krankheitsbedingt ab. Dafür kehrte ein angeschlagener Alexander Strehler in die Defensive zurück, so dass Königsbrunn mit gerade mal vier Verteidigern anreiste. Alternativ blieb dem EHC die Option, Kontingentspieler Lukáš Hruzík für die Defensive mitzunehmen. Dazu hätte aber entweder Donatas Žukovas oder Hayden Trupp aussetzen müssen.
Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie und zeigten sich nicht immer sattelfest in der Defensive. Dabei kam es immer wieder zu Chaos im Königsbrunner Drittel, wenn Erding sich dort festsetzen konnte. In der fünften Spielminute fiel dann folgerichtig das 1:0 für die Gastgeber, die diese Unordnung clever ausnutzten. Allerding schlug der EHC nach nur zwei Minuten in Überzahl zurück, als Dominik Schönwetter einen Schlagschuss von Aleksander Polaczek in das Erdinger Tor abfälschte. Das gab dem Königsbrunner Spiel aber keine Sicherheit, denn immer wieder leisteten sich die Spieler teils haarsträubende Fehler. So kassierte der EHC kurz vor der Pause in Überzahl ein weiteres Tor, als die Gäste zum verdienten 2:1 Drittelendstand abschlossen.
Auch im zweiten Abschnitt war das Königsbrunner Spiel fehlerbehaftet, die Gladiators fuhren immer wieder brandgefährliche Angriffe auf das Tor der Gäste. Doch Goalie Donatas Žukovas war seiner Mannschaft wie immer ein sicherer Rückhalt und direkt kaum zu bezwingen. Sieben Minuten vor der Pause nutzte dann Aleksander Polaczek eine Möglichkeit und traf zum etwas glücklichen Ausgleich für Königsbrunn. Bis zur Pause fielen keine weiteren Treffer mehr, die Partie war offen.
Doch auch nach Wiederanpfiff war Erding die bessere Mannschaft, mit viel Zug zum Tor. Die erneute 3:2 Führung nach drei gespielten Minuten war hochverdient. In der 51. Spielminute bauten die Gastgeber das Ergebnis sogar noch auf 4:2 aus. Die mitgereisten Königsbrunner Fans konnten aber nur zwei Minuten später noch auf die Wende hoffen, als Maxi Hermann eine Vorlage von Polaczek zum 4:3 Anschlusstreffer einschoss. Doch im Gegenzug sorgte der starke Florian Zimmermann mit einem weiteren Treffer wieder für den alten Abstand. Drei Minuten später fiel dann sogar noch das 6:3, von Königsbrunn war nun nichts mehr zu sehen. Einzig Goalie Žukovas zeigte Normalform und verhinderte weitere Treffer der Gastgeber. Am Ende stand es somit hochverdient 6:3 für Erding, der EHC präsentierte sich erschreckend schwach gegen die Gladiators.
Königsbrunn lässt wichtige Punkte in Erding und präsentierte sich vor allem defensiv ungewohnt anfällig. Erding war immer einen Tick schneller und gnadenlos effizient. Dabei verhinderte ein starker Goalie Donatas Žukovas ein Debakel und zeigte zahlreiche starke Paraden. Aleksander Polaczek konnte gleich in seinem ersten Spiel sein Können zeigen und überzeugte durch sein aggressives schnörkelloses und geradliniges Spiel. Der EHC steht nach diesem Wochenende auf dem sechsten Tabellenplatz und ist am nächsten Wochenende zum Punkten verdammt, um sich weiter Platz acht und somit die Verzahnungsrunde mit der Oberliga zu sichern. Allerdings müssen bis dahin gravierende Schwächen abgestellt werden, wenn es gegen Dorfen und Bad Kissingen geht.
Königsbrunns erster Vorstand Willi Bertele hatte nach dem Spiel erhöhten Puls und fand deutliche Worte für die gezeigte Leistung: „Wir haben hinten katastrophale Fehler gemacht, das hatte aber mit Sicherheit nicht an unserem Neuzugang Aleksander Polaczek gelegen. Er hat im ersten Spiel drei Punkte gemacht. Am Torwart lag es ebenfalls nicht, wir haben meines Erachtens körperlos gespielt, keine Zweikämpfe gewonnen und dann zurecht hochverdient verloren. Für mich war das eine desolate Leistung.“
Tore: 1:0 Zimmermann (Wagner) (5.), 1:1 Schönwetter (Polaczek) (7.), 2:1 Deubler (Feilmeier) (19.), 2:2 Polaczek (Auger) (34.), 3:2 Wagner (Krzizok, Zimmermann) (43.), 4:2 Michl (Zimmermann, Schwarz) (51.), 4:3 Hermann (Polaczek, Rinke) (53.), 5:3 Zimmermann (54.), 3:3 Pfeiffer (57.)
Strafminuten: TSV Erding 22+10 EHC Königsbrunn 14 Zuschauer: 582

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