Sport im Süden

Eishockey: Königsbrunn mit nur zehn Feldspielern ohne Chance

Der EHC Königsbrunn verliert am Freitag in Waldkraiburg gegen „Die Löwen“ mit 2:6. Dabei konnten die Brunnenstädter nur zu Beginn die Partie offenhalten, am Ende fehlten dem Minikader wohl auch die Kräfte.
Wie auch schon in den letzten Wochen konnte der EHC gerade mal 10 Feldspieler aufbieten, so fehlte unter anderem Matthias Forster wegen einer Gehirnerschütterung. Nico Neuber sagte berufsbedingt für das ganze Wochenende ab, und kurzfristig meldete sich auch noch Jeffrey Szwez wegen Krankheit ab. Im Tor stand von Beginn an Jennifer Harß, als Backup saß Donatas Žukovas auf der Bank.
Dabei erwischte Königsbrunn einen Traumstart, denn nach gerade mal 36 Sekunden zappelte der Puck im Waldkraiburger Tor. Patrick Zimmermann wurde von Ralf Rinke auf die Reise geschickt und zog alleine vor dem gegnerischen Kasten einfach mal zur 1:0 Führung ab. Danach konnten sich die Brunnenstädter immer wieder Chancen erarbeiten, aber auch die Gastgeber kamen immer wieder zu Möglichkeiten. In der achten Spielminute musste dann auch Jennifer Harß ein erstes Mal hinter sich greifen, als Christof Radek nach einer feinen Einzelleistung zum Ausgleich einnetzte. Danach hatten beide Teams immer wieder die Möglichkeit zu treffen, es war ein Kampf auf Augenhöhe. Doch bis zur ersten Pause fielen keine weiteren Treffer mehr.
Im Mitteldrittel versuchte Königsbrunn noch einen Treffer nachzulegen und setzte sich im gegnerischen Drittel fest, doch nach einem Scheibenverlust spielten die Gastgeber einen Konter schön zu Ende und netzten zur 2:1 Führung für die Löwen ein. Dieser Treffer zeigte Wirkung, Waldkraiburg übernahm nun immer mehr die Kontrolle über das Spiel. Vor allem die erste Reihe tauchte immer wieder gefährlich vor dem Königsbrunner Tor auf und suchte den Abschluss. In der 28. Spielminute konnte Jennifer Harß zwar noch einen Alleingang auf ihr Tor entschärfen, doch nur eine Minute später war auch sie chancenlos, als die Löwen zum 3:1 einschossen. Nur zwei Minuten legten die Gastgeber nach und trafen in Überzahl zum 4:1. Königsbrunn kam nur noch selten vor das gegnerische Tor, Waldkraiburg hatte die Partie bis Drittelende fest im Griff.
Im letzten Spielabschnitt keimte nochmal Hoffnung auf, als Königsbrunn auf 4:2 verkürzen konnte. Doch nur drei Minuten später legten auch die Löwen nach und trafen bis Spielende noch ein weiteres Mal zum 6:2 Endstand. Die Brunnenstädter waren bis zum Abpfiff zu harmlos im Abschluss, konnten aber kämpferisch überzeugen, denn die Mannschaft steckte nie auf und hielt dagegen.
Der EHC Königsbrunn verliert somit am Ende klar und verdient mit 2:6 gegen Waldkraiburg. In der Tabelle hat das für beide Mannschaften keine Auswirkungen, Königsbrunn bleibt weiter auf dem achten Tabellenrang der Verzahnungsrunde, einen Platz hinter Waldkraiburg.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gratulierte EHC-Coach Sven Rampf fair der gegnerischen Mannschaft für den verdienten Sieg, nahm aber auch sein Team in Schutz: „Seit Wochen müssen wir nun mit kleinen Kader spielen, wer hätte wohl zu Saisonbeginn gedacht dass uns am Ende der Runde die Spieler ausgehen. Mit fünf Schwerverletzten und dann noch der Grippewelle gehen mir die Optionen aus. Die Mannschaft reißt sich regelmäßig den Allerwertesten auf und steht am Ende ohne Punkte da, das ist wirklich bitter. Jeder meiner Spieler, der da draußen auf dem Eis steht und immer wieder kämpft, hat sich meinen Respekt verdient.“
Tore: 0:1 Zimmermann (Rinke, Streicher) (1.), 1:1 Hradek (Guft-Sukolov, Vogl) (8.), 2:1 Vogl (Hradek, Chaumont) (22.), 3:1 Hradek (Guft-Sukolov, Vogl) (29.), 4:1 Chaumont (Rott) (31.), 4:2 Streicher (Gottwald, Rinke) (43.), 5:2 Vogl (Guft-Sukolov, Hradek) (46.), 6:2 Vogl (Hradek, Schmidt) (51.)
Strafminuten: EHC Waldkraiburg 8 EHC Königsbrunn 16 Zuschauer: 512

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